
Hallo an alle kreativen Köpfe (oder die, die es werden möchten)! 
Ziemlich genau sechs Jahre ist es her, dass ich das erste Design-Tutorial erstellt habe. Damals™ hatten wir noch Pixelbrei auf dem 3DS-Bildschirm und das Designen von Kleidung in Animal Crossing: New Leaf hat ein wenig Fantasie vorausgesetzt. Mit New Horizons hat sich die Design-Funktion deutlich verbessert und wir haben viel mehr Möglichkeiten, uns kreativ auszuleben – sei es durch die transparenten Pixel, die erweiterte Farbpalette oder die zahlreichen neuen Kleidungsstücke, die wir zur Gestaltung zur Verfügung haben.
Die alten Design-Tutorials sind teilweise noch nutzbar, allerdings hat sich mit New Horizons auch die "Verarbeitung" der Pixel verändert – das Karo-Muster aus Tutorial 2 ist beispielsweise gar nicht mehr so leicht nachzumachen, da durch eine Art Glättung der Pixel dieser Karo-Effekt schnell zu einem seltsamen Punkt-Muster werden kann...
Aber alle, bei denen mit diesem neuen Tutorial die Kreativität erweckt wurde, können gerne die bisherigen Tutorials durchtesten und Feedback geben (würde mich interessieren!):
- Teil 1: Strickpullover
- Teil 2: Bunte Muster (Karos, Blumen, Sternenhimmel, Azteken)
- Teil 3: Latzkleider aus Jeans-Stoff
In diesem Tutorial soll es aber um ein neues Muster gehen. Passend zu den kalten Tagen erschaffen wir Kleidung aus einem gemütlichen Stoff: Cord! So können wir alle stylisch in das 3.0 Update starten. Neben der Anleitung, wie man in Animal Crossing: New Horizons ein Cord-Muster erstellen kann, gibt es auch praktische Tipps, wie aus dem Grundlagen-Muster Kleidung entstehen kann. Los geht's!
Farben
Spoiler:

Für das Grundmuster habe ich die Farben verwendet, die auf dem Screenshot zu sehen sind. Wir brauchen hierfür insgesamt vier Farben. Besonders gut passt es, wenn sich diese innerhalb einer Farbfamilie befinden und sich zwischen einem sehr dunklen Farbton (1) und einem mittleren Farbton (4) bewegen. Die Farben sollten unterscheidbar sein, aber von der Helligkeit nicht zu große Sprünge machen. Cord gibt es häufig in gedeckten Farben, wer es also gerne realitätsnah hat, kann sich an echten Kleidungsstücken orientieren. Die Farben hier dienen grundlegend erstmal zum einfacheren Nachpixeln – ist das Muster erstmal erstellt, kann man ganz leicht die Farbe ändern, indem man seine 4 gewählten Farben in dem "Farbton"-Regler zum gewünschten Farbton schiebt.
Cord Grundmuster
Spoiler:
Wir sind nun bereit für das Grundmuster! Zunächst füllen wir die Farbfläche komplett mit der dunkelsten Farbe (1). Als nächstes schnappen wir uns die nächsthellere Farbe (2) und ziehen im Abstand von einem Pixel gerade Linien, wie auf dem Screenshot zu sehen ist:

Ist unser Streifenmuster fertig, fangen wir an, die Details zu definieren. Dafür nehmen wir wieder den nächsthelleren Farbton (3) und ziehen unregelmäßige Streifen auf den Linien des Farbtons (2), wie im folgenden Screenshot zu sehen ist. Hier gibt es kein "richtig" oder "falsch" – je freier, desto besser. 

Nun kommt auch schon der letzte Schritt. Mit dem hellsten Farbton (4) legen wir Highlights auf die Streifen, die wir mit Farbton (3) erstellt haben. Auch hier kann man ruhig versetzt arbeiten, mal Pixel auslassen oder größere "helle" Flächen schaffen. Wichtig ist es, das Muster mit diesen hellen Flächen nicht zu überladen.

Hier habe ich ein Sofa umgestaltet und den Kissen ein dunkelgrünes Cord-Muster verliehen – täuschend echt, oder? 

Kleidung
Spoiler:
Natürlich ist das Cord-Grundmuster so schon vielseitig nutzbar. Wie in der Einleitung erwähnt gibt es jetzt aber auch noch ein paar praktische Tipps, mit dem Cord-Muster auch Kleidung zu gestalten.

Zuallererst sollte man sich das passende Kleidungsstück auswählen. Der Hoodie hat zum Beispiel eine Kapuze, die man gut in sein Design einbinden kann. Das habe ich genutzt, um eine College-Jacke zu gestalten, deren mittlerer Teil das Cord-Grundmuster verwendet (das C auf der Jacke steht natürlich für cozy!). Die Kapuze und die Ärmel haben einen anderen Farbton bekommen, die Bündchen nochmal Streifen zum Abheben. Gerade bei den Bündchen und bei der Kapuze ist es wichtig, dass man die "Form" der Kleidung nachpixelt. Man sieht auf dem Beispiel-Mannequin in der unteren linken Ecke ganz gut, wenn die Pixel daneben gehen. Wie man auf den Screenshots sieht, benötigt man für die Details abseits des Cord-Musters auch gar nicht viele Farben. Lediglich einen Grundton und einen dunkleren Farbton zum Schattieren. Für das Dunkelgrün des Cord-Musters habe ich noch weitere Abstufungen dazu genommen, um Schatten hinzuzufügen (beispielsweise unter der Kapuze) und die Jackenöffnung und Seitentaschen zu simulieren. Die Patches auf den Ellbogen sind wieder mit Hilfe des Cord-Grundmusters erstellt worden.



So können wir uns von Pulli über Mantel zu Robe eigentlich jedes Kleidungsstück nehmen, und daraus ein Cord-It-Piece erstellen, wenn man die Charakteristika der Kleidung ausarbeitet.
Der Pulli hat zum Beispiel von sich aus schon eine "weichere" Textur, weshalb das Cord-Muster besonders gut zur Geltung kommt. Hier habe ich mich entschieden, eine Cord-Jacke zu machen. Um es "echter" wirken zu lassen, ist darunter ein kuscheliger Pullover. Wichtig ist, dass man nicht versucht, jedes Detail darstellen zu wollen – beispielsweise hat meine Jacke zwar Knöpfe, aber keine Knopflöcher auf der anderen Seite.
Diese Details verlieren sich dann aber sowieso im "Gesamtbild" und würden dann eher ablenken. Dadurch, dass der Pulli einen Kragen hat, habe ich auch versucht, der Jacke einen Kragen zu geben. Dafür habe ich einfach versucht, das Cord-Muster der Form anzupassen. Hier empfehle ich, immer wieder das Design auf dem Beispiel-Mannequin abzugleichen. Ein paar Taschen und Querstreifen runden das Design ab.

Es muss nicht immer offensichtlich sein! Ich liebe es beispielsweise, aus der Robe eine wunderbar weite Hose zu machen. Natürlich ist die Form keine wirkliche Hose, aber durch clever gesetzte Schattierungen wirkt es so. Auch hier wurde überwiegend das Cord-Grundmuster genutzt und nur ab und zu Akzente gesetzt. Die Kleidung unter der Latzhose besteht eigentlich nur aus Streifen. Einfach, aber wirkungsvoll, oder? 

Bei dem Mantel haben wir den Vorteil, dass der Kragen und auch die Mantelöffnung schon in der Kleidungsform definiert sind. So kann man ganz einfach mit dem der Jacke, die auf dem Pulli-Design ist, auch eine Jacke mit eleganter Bluse und einem Rock darunter machen.

Das waren jetzt nur einige wenige Beispiele. Wenn ich Lust auf Designen habe, schaue ich mir meist "echte" Mode an und überlege, wie man diese in das Animal Crossing 32x32 Pixelraster runterbrechen kann. Echte "Tiefe" schafft man, indem man das Kleidungsstück für sich nutzt und versucht, mit einfachen Mitteln mehrere Lagen an Kleidung zu schaffen.
Viel Spaß beim kreativen Ausleben! Ich würde mich riesig freuen, eure Designs zu sehen – bitte flutet die Kommentare damit!!
Wünscht ihr euch mehr Tutorials? Dann könnt ihr eure Wünsche auch gern äußern.
Wer keine Lust hat, selbst kreativ zu werden aber trotzdem stylisch in das Update starten will, kann auch gerne einfach meine Designs anziehen. 
























Für das Einrichten der Zimmer bekommst du Hotel-Tickets (wie viele verschiedene Währungen braucht das Spiel eigentlich?
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Bildquelle: eigener Screenshot aus dem 



































































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